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Kommunikation für die Lunge

Pferdeskulptur aus Metall im Borrego Desert State Park ©Beatrix

Im Herbst, dem Element Metall, sind wir aus energetischer Sicht konfrontiert mit dem Loslassen von Überflüssigem und unserer eigenen Kompetenz (Dickdarm-Meridian) sowie mit der Trauer und dem Kontakt mit unserer Umwelt (Lungen-Meridian). Wir befinden uns nicht in einem x-beliebigen Herbst sondern im Herbst 2020, der Herbst eines geschichtsträchtigen Jahres. Schauen wir uns doch mal an, welche Zusammenhänge zwischen Kommunikation, Kummer und Lunge bestehen! 

 

Die Lunge steht in ständigem Austausch mit der Umwelt. Einatmen, ausatmen. Ansammeln, loslassen. In der Übertragung auf unsere Umwelt sammeln wir Wissen und kommunizieren das Erlernte mit anderen, wir tauschen uns aus. Kommunikation als Grundbedürfnis eines Menschen findet im Metallelement seinen Ausdruck. Laute entstehen im Kehlkopf, der von Atemluft umströmt wird - atmen, singen, sprechen haben als Quelle die Lunge gemeinsam. Ist das Metallelement eines Menschen in Harmonie, zeigt es sich in intelligenter Kommunikation, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeitssinn - ich habe etwas erkannt (gelernt, Wissen erlangt, gesammelt) und drücke es in Worten und Taten aus (loslassen).

 

Kommt es hier allerdings zu Disharmonien, sei es durch ungünstige Ernährung, einen problematischen Lebensstil oder äußere Einflüsse, drängt sich der Aspekt des Kummers in den Vordergrund. Die Atmung wird flach, die gebückte Haltung verhindert ein freies Fließen in der Lunge, wir ziehen uns zurück, die Kommunikation weicht der Isolation. Sobald Kommunikation blockiert bzw. unterbunden ist, bleibt unser gesundes Bedürfnis nach Austausch unbefriedigt und die Furcht vor dem Alleinsein, der Einsamkeit breitet sich aus. Wenn dieser Zustand über längere Zeit anhält, schlägt sich das unmittelbar auf die Lungenkraft nieder, was wiederum die Abwehrkraft schwächt, denn über Nahrung und Atem generiert der Körper das Wei-Qi, die dem westlichen Immunsystem entsprechende Abwehrkraft. 

 

Neben entsprechender Ernährung bringen Atemübungen, frische Luft, Bewegung (am besten an der frischen Luft) und Kommunikation die Balance im Lungenmeridian zurück und sorgen so für ein starkes Immunsystem. Das wussten schon unsere Großeltern, die sich im Kreis der Jahreszeiten ernährten, viel im Freien aufhielten und abends gerne beisammen saßen. 

Denken wir doch einmal kurz über die besonderen Maßnahmen nach, die im Jahr 2020 unsere Bewegungsfreiheit, unseren freien Atem und unsere Geselligkeit einschränken... Maßnahmen, die die Lungenkraft, die Abwehrkraft und damit das gesamte Metallelement drastisch schwächen. Ein gesunder Menschenverstand erkennt die Zusammenhänge und widersteht den Bedrohungen für das Wohl seiner Immunkraft mit beiden Beinen fest am Boden, weil genau das der gesunde Ausdruck eines harmonischen Metallelements ist: Wissen aneignen und intelligent anwenden, kommunikativ und aufrichtig leben.