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Das ungeweinte Salz

Meersalz ©Beatrix

Das Wesen des Metalls spiegelt sich in den Erzen, den Bodenschätzen, wider. Verdichtet und zurückgezogen bilden sie die inneren Werte und den wahren Reichtum der Erde, die ihre Schätze bewahrt ohne sie zurückzuhalten. Der fruchtbare Boden, in dem sich die lebensnotwendigen Mineralien verbergen, bringt die Ernte hervor, die wir im Herbst ernten, meistens sogar unter Zuhilfenahme von metallenen Werkzeugen (Klingen schneiden das Getreide, mit Zangen trennen wir die Trauben vom Weinstock). 

Und dann zieht sich die Natur zurück: Bäume verlieren ihre Blätter, das Wachstum der Pflanzen stoppt, die Säfte treten den Rückzug nach innen und unten an, um die Natur auf den Winter vorzubereiten und vor der Kälte zu schützen.

Wenn wir uns ein Beispiel an der Natur nehmen und uns wie ein Teil von ihr verhalten, sammeln auch wir besser in diesen drei Monaten des Herbstes unsere Kräfte für den Winter: mit guter Ernährung für unseren Körper, mit Ruhe für unseren Geist und mit Innenschau für unsere Seele. Nun ist es Zeit Altes und Belastendes loszulassen und uns mit leichtem Gepäck und leichter Seele in die dunklere Jahreszeit aufzumachen. Wenn das Licht draußen weniger wird, ist es umso wichtiger das innere Licht hell leuchten zu lassen für ein starkes Immunsystem.

Manchmal ist loslassen und beschwingt sein eine große Herausforderung und gerade die dunklere Jahreszeit drückt zusätzlich auf die Stimmung (Vitamin D !!!). Mit Hilfe der Homöopathie - einer über zweihundert Jahre alten Erfahrungswissenschaft, die weltweit von tausenden renommierten Ärzten und Wissenschaftlern erfolgreich angewandt wird - werden dem Organismus jene Informationen zugeführt, die er für das Wiederherstellen von Stabilität und Gleichgewicht braucht. Eines dieser altbewährten Mittel ist das homöopathisch aufbereitete Salz, Natrium muriaticum (auch Natrium chloratum).

Das Metall der TCM zeigt sich bei Natrium muriaticum in vielen körperlichen Aspekten betreffend das Immunsystem, die Lunge, den Dickdarm und die Haut: starke Erkältungsneigung, Allergien, Verdauungs- und Ausscheidungsprobleme, Herpes, Asthma. Ein übermäßig starkes Verlangen nach Salz bzw. salzigen Speisen kann ein wichtiger Hinweis auf dieses Mittel sein.

In psychischer Hinsicht drückt sich Natrium muriaticum in langwierigem Kummer und Enttäuschung infolge misslungener Kommunikation aus, in der Unfähigkeit seelische Verletzungen loslassen zu können und dem damit verbundenen Unvermögen anderen Menschen zu vertrauen oder frei und offen auf sie zuzugehen. Diese Menschen errichten eine Schutzmauer in dem unterbewussten Bewusstsein über ihr Unvermögen Kritik und Zurückweisung auf gesunde Art und Weise verarbeiten zu können - Isolation, die von außen betrachtet selbst gewählt zu sein scheint, ist das Resultat.

Natrium muriaticum gilt als großes Mittel bei Kummer infolge unglücklicher Kontakte und Beziehungen und fehlgeleiteter Kommunikation. Da Menschen, denen das homöopathisch aufbereitete Salz hilft ihr Gleichgewicht wieder zu erlangen, nach innen zurückgezogen leben und ihr Inneres vor ihren Mitmenschen schützen, halten sie auch Tränen bei berechtigtem Kummer zurück. Natrium muriaticum bringt die ungeweinten Tränen zum Fließen, Zurückgehaltenes wird losgelassen, Leichtigkeit entsteht.

Sorgen und Kummer belasten unser Immunsystem immens. Statt energievoll durch den Alltag zu schreiten blockieren sie unsere Beschwingtheit und verhindern das leichte Fließen unserer gesamten Energie. Ahmen wir das herbstliche Prinzip der Natur nach und schauen nach innen: behalten, was uns nährt - loslassen, was uns beschwert.