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Vorbeugen ist besser als heilen

Nebel, Frost, Wind, Kälte, Schnee - unser Körper ist im Winter all jenen Witterungen ausgesetzt, die sowohl die Homöopathie als auch die TCM als ungünstig für die Gesunderhaltung einstufen. Durch ganzjährige Bewegung und Sport im Freien gewöhnt sich der Körper an die sinkenden Temperaturen und baut gegen die widrigen Wetterverhältnisse eine entsprechende Widerstandskraft auf. Trotzdem können dem abgehärtetsten Outdoor-Freak die winterlichen Bedingungen zusetzen, weniger Tageslichtstunden und Stress tun ihr Übriges. 

Mit ein paar einfachen Mitteln und dem Wissen um ihre Wirkweise ist man in der Lage Krankheiten vorzubeugen und gibt dem Körper die Chance seine Widerstandskraft zu erhöhen.

Die homöopathischen Arzneimittel Camphora und Aconitum stehen an vorderster Front bei der Abwehr von ersten Erkältungserscheinungen. Sind kalter Wind oder trockene Kälte Auslöser für plötzliche Anzeichen von aufkommender Erkältung, dann ist Aconitum angezeigt. Spürt man deutliche Unterkühlung bzw. fühlt man sich durchgefroren, hilft Camphora.

In der Literatur werden oft Glaubenskriege bezüglich der Potenz und der Häufigkeit der Einnahme geführt. Mein Lehrer, ein Homöopath aus Indien, lehrte mich eine einfache Weisheit: je akuter und plötzlicher der Zustand, umso häufiger die Gabe und umso niedriger die Potenz. Da in einer Hausapotheke häufig die Potenzen D12 oder C30 vorhanden sind, passt in o.a. Fällen eine halbstündige Einnahme der D12 oder das Auflösen von 5 Globuli C30 in 200ml Wasser und halbstündig einen Schluck davon trinken. Wenn die Arzneimittel in der Potenz C200 vorrätig sind, reicht eine einmalige Einnahme in den meisten Fällen aus.

Einen stark erwärmenden und Kälte vertreibenden Charakter hat Ingwer. Dazu frischen Ingwer schälen und 2-3 Scheiben mit heißem Wasser aufgießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Wird dieser Ingwertee gesüßt, wird aus energetischer Sicht zum Element Erde, den Muskeln, geleitet und somit der ganze Körper erwärmt. Mit einer Tasse Ingwertee können viele Erkältungspotenziale abgewehrt werden: Ingwer stärkt die Elemente Erde (Milz) und Metall (Lunge). Wie in den Artikeln davor erwähnt sitzt im Metall-Element unsere Immunabwehr und das Erd-Element kontrolliert das im Winter vorherrschende Wasser-Element. Nötigenfalls kann zur Tasse Ingwertee auch ein wärmendes Fußbad genommen werden (Ingwerscheiben mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen  und in ein wohltemperiertes Fußbad gießen). Danach Füße hochlagern oder kurz in kühles Wasser tauchen.

Eine sensationelle Pflanze aus TCM und Homöopathie Sicht ist die Goldrute (Solidago). Ihre direkte Wirkung auf die Nieren (und die Blase) machen sie zu einem Winter-Mittel erster Wahl - und gleichzeitig verleiht sie emotionale Ausdauer in Situationen, die an die Nieren gehen. Ihre vorzüglichen Eigenschaften zählen sich wie folgt auf: flüssigkeitsausschwemmend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzlindernd, anitbakteriell, antifungizid. Goldrute kann als Globuli eingenommen, als Tee getrunken oder als Öl oder Salbe auf die Nieren einmassiert werden. 

Beachte: Wasseransammlungen im Körper sind ein Nieren-Thema, also ein Thema der unmittelbaren Lebenskraft. Es tut gut sich dieses Themas nicht nur auf der körperlichen sondern auch auf der psychischen Ebene anzunehmen. Hierzu gehören sämtliche Angstthematiken und Beziehungskonstellationen.