Bissfest / bite-resistant

Zahnschmerzen melden sich immer im ungünstigsten Moment. Selten an einem Tag, an dem man sich denkt: "Ja, wie passend, grad heute hab ich mir nichts vorgenommen und mein Zahnarzt wartet sicher schon auf meinen Anruf! Herzlich willkommen, Zahnschmerzen!" Und gerade weil das so nicht vorkommt und - schlimmer noch - der Weg zum Zahnarzt manchmal Tage warten muss, können Zahnschmerzen so höllisch gemein sein. Wenn man sich in dieser Wartezeit nicht zu helfen weiß, droht einem der Verstand aufgrund der unerträglichen Schmerzen und der Sorge um seinen Gesundheitszustand abhanden zu kommen. Die Naturmedizin hat Hilfen und Unterstützungen, um sich selbst helfen zu können, bis der Zahnarzttermin Licht ins Dunkel bringt.

Erst kürzlich hatten wir in der Familie zwei Fälle von Zahnschmerzen, einmal aufgrund eines Eiterherdes unter einem bereits behandelten Zahn, einmal wegen massiver Zahnfleischentzündung verursacht durch einen Weisheitszahn. Zwei ganz unterschiedliche Bilder und Ursachen und beide Male lagen zwischen dem Auftreten der Schmerzen und dem Zahnarzttermin eine Woche, Wochenende und Feiertag bedingt. Schmerztabletten reduzierten die Qual des Eiterherdes nur mangelhaft, durch die Zahnfleischentzündung drohte eine Mundsperre, weil die Entzündung bis in den Oberkiefer reichte. Was also tun?

In der Homöopathie gibt es die sogenannte Entzündungsreihe, das sind Arzneimittel, die je nach Schwere und Symptomatik der Entzündung gegeben werden. Begonnen wird mit ACONIT bei akut auftretender, heftiger Entzündung oft mit Panikgefühlen, BELLADONNA für heiße, pochende Entzündungen, eventuelle sogar leicht fiebrig, APIS bei großen Schwellungen mit hohem Druckgefühl, manchmal eher weißlich, HEPAR SULFURIS bei fortgeschrittener Entzündung mit Möglichkeit von Eiter, MERCURIUS SOLUBILIS bei tiefgreifenden und definitiv eitrigen Vorgängen. In der Selbstbehandlung kann nach dieser Reihenfolge vorgegangen werden bzw. je nach Stadium der Entzündung steigt man bei dem passenden Mittel ein. Zusätzlich bewähren sich die Einnahme von KOLLOIDALEM SILBER, eine antibakterielle Silberlösung, und Spülungen mit EM, effektiven Mikroorganismen, die die Schleimhäute regenerieren und ein gesundes Milieu wiederherstellen. Wenn in der Früh noch eine Ölziehkur angewendet wird (1 EL Speiseöl 20 Minuten durch die Zähne ziehen und dann ausspucken - NICHT SCHLUCKEN, ist voller Keime - und mit warmem Wasser nachspülen), trägt dies zusätzlich zur Beruhigung der Entzündungen bei.

Im Falle des eitrigen Zahnherdes braucht es das wichtigste homöopathische Arzneimittel, das es in diesen Fällen gibt: MERCURIUS SOLUBILIS C200 (bzw. Mercurius corrosivus, wenn das erste nicht ausreichend hilft). Von diesem Mittel 5 Globuli in einem Glas Wasser auflösen lassen, einmal umrühren und schluckweise davon im 15-Minuten-Takt trinken, bis die Schmerzen nachlassen. Danach die Häufigkeit reduzieren, aber nicht aufhören zu nehmen bis zum Zahnarztbesuch. Zusätzlich kolloidales Silber trinken, das Eiter produzierende Bakterien bekämpft und abbauen kann. 

Am dritten Tag ab der ersten Einnahme von Mercurius solubilis platzte der Eiterherd auf und die Eiterblase entleerte sich (auch schon bei einem Pferd beobachtet). Wichtig: nicht schlucken, alles ausspucken, mit kolloidalem Silber oder Salbei nachspülen! Von da an war die Schwellung fast komplett verschwunden und die Schmerzen nur mehr so gering spürbar, dass das Warten auf den Zahnarzt gut erträglich war. Ab der Einnahme von Mercurius solubilis war auch der Schlaf wieder gut möglich und erholsam.

Für die Zahnfleischentzündung sah die Vorgangsweise wie folgt aus: jeweils 1x3 Globuli ACONIT wegen des plötzlichen Auftretens, 1x3 Globuli APIS wegen der massiven weißlichen Schwellung, danach 3-5x täglich je 3 Globuli HEPAR SULFURIS. Zusätzlich 3x täglich mit kolloidalem Silber und danach mit EM gespült, in der Früh vor dem Frühstück die Ölziehkur. Nach dem dritten Tag war die Entzündung so weit beruhigt, dass das Öffnen des Mundes ohne Probleme und Schmerzen möglich war, auch kauen auf der betroffenen Seite funktionierte und Druck- und Entzündungsschmerz waren fast komplett verschwunden. Auch die Angst vor dem bevorstehenden Zahnarztbesuch löste sich in Wohlgefallen auf. 

In beiden Fällen zeigte sich die Zahnärztin erstaunt über das weit beruhigte Ausmaß der massiven Entzündungsherde und die Behandlungen konnten auch viel leichter und weitaus schmerzärmer durchgeführt werden, nachdem die Entzündungen so stark zurück gegangen waren.

Toothaches always come at the most inconvenient moments. Rarely on a day when you think, 'Yes, how convenient, today I have nothing planned, and my dentist is surely waiting for my call! Welcome, tooth pain!' And precisely because that never happens—and even worse, the journey to the dentist can sometimes take days—dental pain can be incredibly excruciating. If you don’t know how to help yourself during this waiting period, you might lose your sanity due to the unbearable pain and the worry about your health condition. Natural medicine offers remedies and support to help yourself until the dental appointment sheds light on the situation.

 

 

Recently, we had two cases of tooth pain in the family—one due to a pus focus under an already treated tooth, and the other from a severe gum infection caused by a wisdom tooth. Two completely different situations and causes, and both times there was a week between the onset of pain and the dental appointment, due to weekends and holidays. Painkillers only partially alleviated the suffering of the pus focus, and the gum infection threatened to cause lockjaw, as the inflammation had reached the upper jaw. So, what to do?

 

In homeopathy, there is the so-called inflammation series, which consists of medicines that are given depending on the severity and symptoms of the inflammation. It starts with ACONIT for acutely occurring, intense inflammation often accompanied by panic feelings, BELLADONNA for hot, throbbing inflammation, sometimes even slightly feverish, APIS for large swellings with a high-pressure sensation, sometimes rather whitish, HEPAR SULFURIS for advanced inflammation with the possibility of pus, and MERCURIUS SOLUBILIS for deep and definitively purulent processes. In self-treatment, one can proceed according to this sequence, or depending on the stage of the inflammation, choose the appropriate remedy. Additionally, taking COLLOIDAL SILVER, an antibacterial silver solution, and rinsing with EM (effective microorganisms) helps regenerate the mucous membranes and restore a healthy environment. If an oil-pulling treatment is used in the morning (1 tablespoon of edible oil pulled through the teeth for 20 minutes and then spat out—DO NOT SWALLOW, as it is full of germs—and rinsed with warm water), it also contributes to calming the inflammation.

 

In the case of a purulent dental focus, the most important homeopathic remedy is MERCURIUS SOLUBILIS C200 (or Mercurius corrosivus if the first one is not sufficient). Dissolve 5 globules of this remedy in a glass of water, stir once, and drink a small sip every 15 minutes until the pain subsides. After that, reduce the frequency but continue taking it until the dentist visit. Additionally, drink colloidal silver, which can combat and break down pus-producing bacteria.


On the third day after the first intake of Mercurius solubilis, the pus focus burst, and the pus-filled blister emptied (this was also observed in a horse). Important: Do not swallow, spit everything out, and rinse with colloidal silver or sage! From then on, the swelling was almost completely gone, and the pain was so minimal that waiting for the dentist was very bearable. After starting the Mercurius solubilis treatment, sleep was also possible again and restful.

 

 

 

For the gum inflammation, the procedure was as follows: 1x3 globules of ACONIT due to the sudden onset, 1x3 globules of APIS for the massive whitish swelling, then 3-5 times daily, 3 globules of HEPAR SULFURIS. Additionally, rinse 3 times a day with colloidal silver and then with EM, and perform the oil pulling routine in the morning before breakfast. After the third day, the inflammation had calmed down enough that opening the mouth was possible without issues and pain, chewing on the affected side worked, and pressure and inflammation pain had almost completely disappeared. The fear of the upcoming dentist visit also dissolved into thin air.

 

In both cases, the dentist was astonished by the significantly reduced extent of the massive inflammatory areas, and the treatments were much easier and far less painful to carry out after the inflammation had subsided so much.