
Wir erinnern uns an den Biologie-Unterricht, in dem uns erklärt wurde, dass der Körper mehrere Möglichkeiten hat sich von Schadstoffen zu befreien: Darm, Leber, Niere, Lunge und - Haut. Die Haut als unser größtes Organ - bei einem Erwachsenen bis zu 14kg schwer - schützt uns vor Keimen und Druck, reguliert unseren Wärmehaushalt, dient als Ausscheidungsorgan und ist obendrein unser größtes Sinnesorgan. Im gesunden Zustand ist ihr Erscheinungsbild klar und gefestigt. Hautausschläge haben immer Ursachen, sie fallen nicht einfach willkürlich über uns her, aber ein Hautausschlag bedeutet nicht, dass die Haut krank ist. Der Ausschlag ist nur die Frucht, die Blüte, wenn man will, nicht die Wurzel, also die Ursache. Auch wenn Hautausschläge einander oft ähneln, so unterscheiden sie sich zahlreich aufgrund ihrer vielfältigen Verursachungen. Die moderne Medizin behandelt mit ein paar Klassikern wie Kortison, Antihistaminika, manchmal auch Antibiotika, die Blüten. Die Naturmedizin ergründet die Wurzeln und behandelt diese. Zwei unterschiedliche Konzepte mit konträren Wirkweisen.
Hautausschläge, die plötzlich auftreten und denen keine konstitutionelle Veranlagung zu Grunde liegt, haben oft einen gemeinsamen Grund: zu viel eines Stoffes, den der Körper in seinem momentanen Gesundheitszustand nicht verarbeiten kann. Das kann Insektengift sein, von einem bestimmten Nahrungsmittel herrühren oder die übermäßige Reaktion auf ein Medikament. Oft ist nicht einmal der Stoff selbst das Problem, sondern er ist nur Auslöser, eine Art Botschafter. Das Problem liegt vielleicht schon länger in uns und dieser Auslöser war der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Wenn wir übersäuert, mit Schadstoffen belastet oder mit Ängsten und Problemen überladen sind, kann eine zusätzliche Belastung das Gleichgewicht endgültig zum Kippen bringen. Um akute Hautausschläge zu behandeln, sollte daher immer auf mehreren Ebenen gearbeitet werden.
Auslöser Medikamente:
Wenn nach der Einnahme von Medikamenten Ausschläge auftreten, ist das homöopathische SULPHUR das wichtigste und erste Mittel. Oft sind diese reinigenden Ausschläge von heftigem Juckreiz begleitet und brauchen zusätzlich RHUS TOXICODENDRON (bzw. in manchen Fällen RHUS VENENATA). Die Globuli jeweils in einem Glas Wasser auflösen und schluckweise abwechselnd trinken, bis die Beschwerden zurückgehen.
Auslöser Insekten:
Wenn nach Insektenstichen Nesselausschlag und Juckreiz auftreten, sind mehrere Mittel möglich.
APIS ist das häufigste Mittel bei Bienen- und Wespenstichen (bei letzteren kann auch VESPA genommen werden), vor allem wegen der ödemartigen Schwellungen - dieses Mittel wirkt auch gut auf die Nieren, die ja das Insektengift aus dem Körper herausfiltern. Wichtig bei großflächigen Nesselausschlägen!
STAPHISAGRIA hilft bei jeglichen Insektenstichen. Es reduziert bei längerfristiger Einnahme sogar die Beisslust der Insekten.
RHUS TOXICODENDRON ist ein wichtiger Begleiter, wenn der Juckreiz unerträglich anhält.
LEDUM ist mit Staphisagria gemeinsam die erste Behandlung nach einem Zeckenbiss.
Auslöser Nahrungsmittel:
SULPHUR zur Beruhigung der übermäßigen Reaktion, RHUS TOXICODENDRON zusätzlich bei Juckreiz. Sollte auch eine Schwäche mit dem Ausschlag einhergehen, so kann CARBO VEGETABILIS genommen werden. Bei begleitender Übelkeit hilft NUX VOMICA.
In allen Fällen ist die zusätzliche Einnahme von Chlorella-Algen sinnvoll, um die Entgiftung und Wiederherstellung der Balance aller Ausscheidungsorgane zu unterstützen, am besten als mehrwöchige Kur. Langfristig eignen sich Basenpulver zur Erreichung eines gesunden Säure-Basen-Milieus. Leider schmecken diese Basenprodukte nicht besonders lecker, mein Favorit heißt Dr. Jacob's pHysio Base, weil es einen leicht beerigen Geschmack hat und optimal nach dem Sport eine etwaige Übersäuerung ausbalanciert.
We remember from biology class that the body has several ways to rid itself of toxins: the intestines, liver, kidneys, lungs, and – the skin. The skin, our largest organ – weighing up to 14kg in an adult – protects us from germs and pressure, regulates our body temperature, serves as an excretory organ, and is also our largest sensory organ. In a healthy state, its appearance is clear and firm. Rashes always have causes; they don’t just randomly appear, but a rash doesn’t mean the skin is sick. The rash is just the fruit, the blossom, if you will, not the root, i.e., the cause. Although rashes often look alike, they differ greatly due to their various causes. Modern medicine treats the "blossoms" with a few classics like cortisone, antihistamines, and sometimes antibiotics. Natural medicine seeks to understand the "roots" and treats them. Two different concepts with opposing effects.
Rashes that appear suddenly and are not caused by a constitutional predisposition often have a common reason: too much of a substance that the body cannot process in its current state of health. This could be insect venom, a particular food, or an excessive reaction to a medication. Often, it's not even the substance itself that's the problem, but rather, it acts as a trigger, a kind of messenger. The problem may have already been present within us for some time, and this trigger was the proverbial drop that made the bucket overflow. If we are acidic, burdened with toxins, or overloaded with fears and problems, an additional stressor can cause the balance to tip over. To treat acute rashes, it is therefore important to address the issue on multiple levels.
Trigger medication:
If rashes occur after taking medication, the homeopathic remedy SULPHUR is the most important and first choice. Often, these cleansing rashes are accompanied by intense itching and may also require RHUS TOXICODENDRON (or in some cases, RHUS VENENATA). Dissolve the globules in a glass of water and drink alternately in sips until the symptoms subside.
Trigger insects:
If hives and itching occur after insect stings, several remedies are possible.
APIS is the most common remedy for bee and wasp stings (for the latter, VESPA can also be used), especially
due to the edematous swelling — this remedy also works well on the kidneys, which filter the insect venom from the body. Important for large-area hives!
STAPHISAGRIA helps with any insect stings. With prolonged use, it even reduces the insects' biting
tendencies.
RHUS TOXICODENDRON is an important companion if the itching persists
unbearably.
LEDUM, together with Staphisagria, is the first treatment after a tick bite.
Trigger food:
SULPHUR to calm the excessive reaction, RHUS TOXICODENDRON additionally for itching. If weakness accompanies the rash, CARBO VEGETABILIS can be taken. For accompanying nausea, NUX VOMICA helps.
In all cases, the additional intake of chlorella algae is beneficial to support detoxification and the restoration of balance in all excretory organs, ideally as a multi-week treatment. In the long term, alkaline powders are suitable for achieving a healthy acid-base balance. Unfortunately, these alkaline products don't taste particularly good, but my favorite is Dr. Jacob's pHysio Base because it has a slightly berry-like flavor and optimally balances any acidity after exercise.