
Eine Zahnoperation ist kein unbedingtes Must-have, aber manchmal kommen wir um diese interessante Erfahrung nicht umhin. Ist der Termin für den Eingriff einmal fixiert, gehen wir darauf zu und können nichts tun. Oder doch? Sicher, wir können immer Verantwortung übernehmen und unseren Körper auf eine Operation vorbereiten. Allein unser Wissen, dass dieses Ereignis bevorsteht, hilft dem Zahnfleisch, dem Kieferknochen und den Nerven nicht das Geringste. Genauso wenig wie das Wissen um einen Marathon ausreicht, um am Tag des Wettbewerbs ohne Training loszulaufen. Hier die wichtigsten Schritte:
Vorbereitung ab dem Tag der Terminvereinbarung
Für einen guten Heilungsprozess ist eine gesunde Mundflora essentiell. Abgesehen von den täglichen Zahnreinigungen dient Ölziehen diesem Zweck. Ölziehen ist eine alt bekannte Methode zur Entgiftung und balanciert die Mundschleimhäute. Grundsätzlich kann Ölziehen mit jedem Pflanzenöl durchgeführt werden - Sonnenblumenöl, Weizenöl oder Kokosöl sind meine Favoriten. Wer eine ayurvedische Mischung vorzieht, kann das Mundhygieneöl von Primavera verwenden. Morgens, gleich nach dem Aufstehen, vor dem Essen und Trinken, 10-15 Minuten einen Esslöffel voll in den Mund nehmen und durch die Zähne ziehen. Danach ausspucken (NICHT schlucken!) und mit Wasser nachspülen.
Vorbereitung: Fünf Tage vor dem OP-Termin
Um das gesamte Gewebe für den Eingriff zu stärken, hilft diese homöopathische Kombination:
ARNICA ist das Verletzungsmittel Nummer Eins, besonders bei Verletzungen und Schmerzen durch stumpfe Einwirkungen. Fördert den Abbau von Hämatomen.
HYPERICUM ist das Nervenheilmittel und stärkt und regeneriert verletzte Nerven.
STAPHISAGRIA bereitet auf die Schnittwunde vor und unterstützt die Heilung.
Alle Mittel (je 5 Globuli) in einem Glas mit Wasser auflösen und 5 Schlucke über den Tag verteilt trinken.
Nachbereitung ab dem Tag der OP bis zur Schmerzfreiheit
Vor der OP ein Glas mit Wasser und der Kombination ARNICA / HYPERICUM / STAPHISAGRIA herrichten und einen Schluck davon trinken. Nach der OP (am besten noch beim Zahnarzt bzw. auf der Heimfahrt) ein paar Globuli ARNICA nehmen und danach mit der bekannten Kombination weitermachen.
Je nach Eingriff und Schmerzentwicklung können weitere Mittel zum Einsatz kommen:
SYMPHYTUM bei Beteiligung und "Beleidigung" des Knochens bzw. der Knochenhaut
BELLIS PERENNIS, wenn Arnica nicht ausreicht und das Gefühl wie zerschlagen bestehen bleibt
BELLADONNA bei pochenden Schmerzen und Entzündungen
HEPAR SULFURIS zum Abbau von eventuellen eitrigen Prozessen
PHYTOLACCA als Lymphdrüsenmittel, um Schwellungen leichter abzubauen und damit verbundene Entzündungen aufzulösen
Die zahnärztliche Empfehlung lautet in den ersten paar Tagen, um Entzündungen zu vermeiden, Speisen und Getränke nur in kühlem bis kaltem Zustand zu genießen. Entzündungen können mit höheren Gaben von Vitamin C (1g und mehr) und Omega3-Ölen vorgebeugt werden, Vitamin D und Selen unterstützen das Immunsystem (und ein gutes Immunsystem bekämpft Entzündungen). Schwellungen mit Eisbeutel in kurzen, öfteren Einheiten kühlen (Eisbeutel in ein Tuch wickeln).
Wichtig in jedem Fall: ein paar Tage Ruhe und Schonung, damit sich der Körper auf den Heilungs- und Regenerationsprozess konzentrieren kann.
Die Wunde ist gut verheilt, die Schmerzen bleiben bestehen
Nicht immer bedeuten Schmerzen, dass mit der Wunde per se etwas nicht in Ordnung ist. Wenn die Wunde gut verheilt ist, die Nähte gezogen sind und keine Entzündung weit und breit zu entdecken ist, dann lassen sich die Schmerzen nicht mit diesen offensichtlichen Ursachen begründen. Laut Zahnarzt werden die Weisheitszähne im idealen Fall vor dem 30. Lebensjahr gezogen, da sie sich bis dahin noch nicht so fest mit ihrer knochigen Umgebung verbunden haben. Mit fünfzig kann das bedeuten, dass der Zahn sich zwar entfernen lässt, aber soviel Krafteinwirkung auf das Kiefer und die Umgebung dafür notwendig ist, um den Zahn aus seiner Verankerung zu lösen, sodass ein Trauma entsteht, das mit der Wunde nicht im Zusammenhang steht. Eine massive Krafteinwirkung im Schädelbereich, selbst wenn sie unter ärztlichem Eingriff stattgefunden hat, bedeutet eine "Verschiebung" des daran beteiligten Knochenverbandes. Sind die Schädel- und Gesichtsknochen aus der Balance, wirkt sich das auf den gesamten Bewegungsapparat aus. Schlimmstenfalls resultiert so ein Trauma in Schmerzen, die der Wunde nicht zugeordnet und anhand keines Röntgenbildes eruiert werden können. Was tun? Osteopathie! Seinen Osteopathen/seine Osteopathin des Vertrauens aufsuchen und die (Ver)Spannungen und Folgen der Krafteinwirkung lösen lassen - je nach Schwere des Traumas braucht es dafür ein oder zwei Behandlungen. Das kann manchmal schmerzhaft sein und ein, zwei Tage dauern, bis der Körper den Schmerz loslässt, aber wer diese Erfahrung jemals gemacht hat, wird Verletzungen, Traumen und Operationen immer osteopathisch begleiten.
A dental surgery is not an absolute must-have, but sometimes we can't avoid this interesting experience. Once the date for the procedure is set, we head towards it and can do nothing about it. Or can we? Sure, we can always take responsibility and prepare our body for surgery. The mere knowledge that this event is approaching doesn’t help the gums, jawbone, or nerves in the slightest. Just like knowing about a marathon isn’t enough to run the race on the day of the event without any training. Here are the most important steps:
Preparation from the day the appointment is made
For a good healing process, a healthy oral flora is essential. Apart from daily tooth cleaning, oil pulling serves this purpose. Oil pulling is an ancient method for detoxification and helps balance the mucous membranes in the mouth. Essentially, oil pulling can be done with any vegetable oil – sunflower oil, wheat germ oil, or coconut oil are my favorites. If you prefer an Ayurvedic blend, you can use the mouth care oil from Primavera. In the morning, right after waking up, before eating and drinking, take a tablespoon of oil and swish it around your teeth for 10-15 minutes. Then spit it out (DO NOT swallow!) and rinse your mouth with water.
Preparation: five days before surgery
To strengthen the entire tissue for the procedure, this homeopathic combination is helpful:
ARNICA is the number one remedy for injuries, especially for pain and trauma from blunt force. It promotes the breakdown of bruises.
HYPERICUM is the nerve remedy and strengthens and regenerates injured nerves.
STAPHISAGRIA prepares for the surgical incision and supports the healing process.
Dissolve all remedies (5 globules each) in a glass of water and take 5 sips throughout the day.
Post-operative care from the day of surgery until pain relief
Before the surgery, prepare a glass of water with the combination ARNICA / HYPERICUM / STAPHISAGRIA and take a sip. After the surgery (preferably still at the dentist's office or on the way home), take a few ARNICA globules and then continue with the known combination.
Depending on the procedure and pain development, additional remedies may be used:
SYMPHYTUM for
involvement and "injury" to the bone or periosteum
BELLIS PERENNIS if Arnica is not enough and the feeling of being bruised
persists
BELLADONNA for throbbing pain and inflammation
HEPAR SULFURIS to help break down any potential purulent
processes
PHYTOLACCA as a lymphatic remedy to reduce swelling more easily and resolve related inflammation
The dental recommendation for the first few days is to enjoy food and drinks only in a cool to cold state to avoid inflammation. Inflammation can be prevented with higher doses of vitamin C (1g and more) and Omega-3 oils, while vitamin D and selenium support the immune system (and a strong immune system fights inflammation). Swelling can be reduced by applying an ice pack in short, frequent sessions (wrap the ice pack in a cloth).
Important in any case: a few days of rest and relaxation so that the body can focus on the healing and regeneration process.
The wound has healed, but the pain persists
Pain doesn't always mean that something is wrong with the wound itself. If the wound has healed well, the stitches have been removed, and there is no sign of infection anywhere, the pain cannot be explained by these obvious causes. According to the dentist, wisdom teeth should ideally be removed before the age of 30, as by then they haven't yet become firmly attached to their bony surroundings. At fifty, this might mean that while the tooth can be removed, a lot of force is required to break it free from its anchorage in the jaw and surrounding tissues, resulting in trauma that isn't related to the wound itself. A significant force applied to the skull area, even under medical supervision, can cause a "shift" in the bones involved. When the skull and facial bones are out of balance, this affects the entire musculoskeletal system. In the worst case, such trauma leads to pain that can't be traced to the wound or identified on any X-ray. What to do? Osteopathy! Visit your trusted osteopath and have them relieve the tensions and consequences of the force applied — depending on the severity of the trauma, one or two treatments may be necessary. This can sometimes be painful and may take a day or two for the body to release the pain, but anyone who has experienced this will always accompany injuries, trauma, and surgeries with osteopathic care.