
Unabhängig davon, welcher Typ man ist, sind wir uns einig, dass einer alleine wie ein Tropfen auf einem heißen Stein zu sein scheint. Er bzw. seine Tat verdampft. So scheint es. Aber wenn ein Tropfen und noch ein Tropfen und immer mehr Tropfen auf den heißen Stein fallen, kühlt dieser mit der Zeit und der Zunahme an Tropfen ab. Mit der Idee die Welt verändern zu wollen bewegt man sich nicht vom Fleck, weil die Last schwer und der Auftrag zu groß ist. Denken wir um und handeln wir nicht für die Welt sondern für unsere Mitwelt (Menschen, Tiere, Natur in unserer unmittelbaren Nähe), dann wird es mit einem Mal leicht und sinnvoll. Wir erhöhen (oder senken) mit unseren Handlungen die Qualität unseres Lebensbereiches, was auf unsere eigene Lebensqualität einen direkten Einfluss nimmt. Macht ein Mensch etwas Neues, gibt es immer mindestens noch einen Menschen, der das beobachtet und ebenfalls ausprobiert. Dieser wird wiederum von einem anderen beobachtet, der ihm nacheifert usw. Veränderung beginnt wie alles mit dem ersten Schritt von einem allein.
Vor eineinhalb Jahren fiel in unserem Haushalt 75% mehr Plastikmüll als heute an. Mit vehementer Konsequenz reduzierten wir auf allen Ebenen das Aufkommen von Plastik:
Wir kaufen keine Getränke in Plastikflaschen, von der Milch übers Mineralwasser bis zum gelegentlichen Sprudel oder Saft. Pflanzenmilch kann man leicht selber herstellen.
Naschereien lassen sich ebenfalls selber herstellen - sind gesünder und man nascht weniger (selbstgemachte Kakaodatteln oder Dattel-Snickers und öfter mal einen Kuchen oder selbst gemachtes Eis).
Käse, Wurst, Fleisch und Milchprodukte, sofern man das essen möchte, kann sehr oft unverpackt bzw. in Gläsern im Hofladen oder auf dem Bauernmarkt gekauft werden.
In Plastik verpacktes Obst und Gemüse, selbst wenn es regional ist, kaufen wir nicht. Überhaupt kaufen wir regional und saisonal, was die Umweltbelastung generell senkt.
Zutaten wie Nüsse und Samen erhält man leider nicht immer plastikfrei verpackt oder zum selber Abfüllen. In diesem Fall kaufe ich Großpackungen und lagere diese in Vorratsgläsern.
Anstelle von Plastikwasserflaschen für längere Ausflüge dienen uns Wasserkanister als Behältnis, die zudem im Auto noch Platz sparend sind.
Selbst gebackenes Toastbrot ersetzt das in Plastik verpackte Toastbrot aus dem Supermarkt.
Unsere Großpackung Toilettenpapier ist vollkommen plastikfrei in Karton verpackt und wir kaufen nur mehr die Taschentuchboxen aus Karton. Für die Handtaschen und das Auto hat unsere Tochter Taschentuchtaschen genäht, die wir mit den Taschentüchern aus den Boxen befüllen (müssen zwar selbst zusammengelegt werden, ist aber keine Raketenwissenschaft).
Die Papierservietten haben wir durch Stoffservietten ersetzt. Außer selbstverständlich für Gäste verwenden wir für uns selber die Stoffservietten mehrmals, sodass nicht zu viel Wäsche anfällt.
Apropos Wäsche: unser Waschmittel ist in Papier verpackt und mit einem umweltfreundlichen Gütesiegel gekennzeichnet. Auch Waschnüsse, Soda und Essig kommen bei uns zum Reinigen der Wäsche zum Einsatz. Und wenn man T-Shirts aus Merinowolle trägt, können diese über Nacht zum Lüften ins Freie gehängt und mehrere Tage getragen werden. Schont das Kleidungsstück, die Umwelt und spart Platz im Kleidungsschrank.
In mehreren Etappen haben wir unsere gesamte (tierversuchsfreie) Kosmetik nun auf plastikfrei umgestellt: Glastiegel und Glasflaschen für Öle und Cremes, feste Seifen, feste Shampoos und feste Duschseifen anstelle von Plastikflaschen. Auch die Deos sind entweder in Glas oder Karton verpackt. Zahnseide gibt es in Glasflakons, die nachgefüllt werden, und Zahnpasta wird in unterschiedlichen Alternativen zur Zahnpastatube angeboten (Pulver, Presslinge, Öle usw.). Benutzer von elektrischen Zahnbürsten ausgenommen erhalten viele Zahnbürsten-Varianten aus Holz oder Bambus.
Als ehemalige Kaffeekapselver(sch)wender bereiten wir nun selbst gemahlenen Kaffee mit der Esprossokanne bzw. Siebträgermaschine zu und nehmen den Coffee to go von zu Hause in einem Thermosbecher mit. Das braucht etwas mehr Zeit, aber reduziert so automatisch den Kaffekonsum - so wurde aus Gewohnheit Genuss.
Mit etwas Zeit und Kreativität finden sich Lösungen zur Reduktion von Müll - immer ein Schritt nach dem anderen.
Regardless of what type of person you are, we all agree that one alone seems like a drop in the ocean. The person or their action evaporates. Or so it seems. But when one drop, and then another, and more and more drops fall onto the hot stone, over time, the stone cools down as the number of drops increases.
If you aim to change the world, you may not get very far because the burden is heavy and the task too great. But if we shift our focus and act not for the world, but for our immediate environment (people, animals, nature around us), it suddenly becomes easy and meaningful.
With our actions, we raise (or lower) the quality of the space we live in, which directly influences our own quality of life. When a person does something new, there is always at least one other person who observes and tries it too. This person, in turn, is observed by another, who follows suit, and so on. Change, like everything, begins with the first step taken by one person alone.
One and a half years ago, we were producing 75% more plastic waste in our household than we do today. With strong determination, we reduced plastic use on all levels:
We no longer buy drinks in plastic bottles, from milk and mineral water to the occasional sparkling water or juice. Plant-based milk is easy to make at home.
Snacks are also homemade – they’re healthier, and we snack less (homemade cocoa dates or date Snickers, and occasionally a cake or homemade ice cream).
Cheese, sausage, meat, and dairy products (if you eat them) are often available unpackaged or in glass jars at local farm shops or farmer's markets.
We don’t buy fruit and vegetables wrapped in plastic, even if they’re locally grown. In fact, we focus on buying locally and seasonally, which generally reduces our environmental impact.
Ingredients like nuts and seeds aren’t always available without plastic packaging or in refillable containers. In this case, I buy in bulk and store them in glass jars.
Instead of plastic water bottles for longer trips, we use water canisters as containers, which are also space-saving in the car.
Homemade toast bread replaces the supermarket toast bread in plastic packaging.
Our bulk toilet paper is completely plastic-free, packaged in cardboard, and we now only buy tissue boxes made from cardboard. Our daughter has sewn tissue pouches for our handbags and the car, which we refill with tissues from the boxes (they do need to be folded ourselves, but it’s not rocket science).
We’ve replaced paper napkins with fabric ones. Except for guests, we use the fabric napkins several times, so there’s less laundry.
Speaking of laundry: our laundry detergent is packaged in paper and carries an eco-friendly certification. We also use soap nuts, soda, and vinegar for cleaning clothes. And when wearing Merino wool T-shirts, they can be aired overnight outside and worn for several days. This saves the garment, the environment, and space in the wardrobe.
In stages, we’ve now switched all our (cruelty-free) cosmetics to plastic-free: glass jars and bottles for oils and creams, solid soaps, solid shampoos, and solid shower bars instead of plastic bottles. Deodorants are either in glass or cardboard packaging. Dental floss comes in glass containers that can be refilled, and toothpaste is available in various alternatives to the toothpaste tube (powder, tablets, oils, etc.). Aside from electric toothbrush users, many toothbrushes are now available in wood or bamboo.
As former coffee capsule users, we now prepare freshly ground coffee with a French press or espresso machine and take our coffee to go in a thermos mug. It takes a bit more time, but it automatically reduces coffee consumption – so what was once a habit has now become a pleasure.
With some time and creativity, solutions for reducing waste can be found – always one step at a time.