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Das psorische Miasma Teil 3

Hautausschläge, Nesselfieber, Krätze, Allergien auf Farbe, Kosmetika, Haare färben, Tierhaarallergie, Allergie auf Mückenstiche, Bienengiftallergie. Das  sind akute Explosionen von Psora. Wie gerne unterdrücken wir Akne, Pickel, Juckreiz am ganzen Körper, aber das kann verheerende Spätfolgen haben. Diese lästigen Pickel haben einen Sinn: sie entlasten den Körper über die Haut. Auch die Wallungen in den Wechseljahren gehören dazu. Pubertät und Wechseljahre sind natürliche Umstellungen, auch die Schwangerschaft gehört zu den natürlichen Umstellungen und niemand stuft Schwangerschaft als Krankheit ein. Mit der Unterdrückung solcher natürlicher Umstellungsprozesse lädt man Schwierigkeiten ein. Es ist ja auch bequem nicht mehr zu schwitzen, indem man Hormone einnimmt, oder optisch attraktiv, wenn man keine Pickel hat. Die Außenwelt suggeriert uns, dass wir uns von allen natürlichen Vorgängen ohne Nebenwirkung befreien können und sie lenkt unser (Kauf)Verhalten mit dem erfolgreichen Trick der Angsterzeugung. "Wenn sie Hormone nehmen, dann verhindern sie gleichzeitig Osteoporose." Laut Medizin entsteht Osteoporose durch die Abnahme der Östrogenproduktion. Demzufolge müssten alle Frauen Osteoporose bekommen, wenn sie sich keiner Hormontherapie unterziehen, was nicht der Fall ist. Ob jemand an Osteoporose erkrankt, ist schon vor der Geburt entschieden - der Riss in der Lebenskraft drückt unsere Schwächen aus.

Psorische Menschen haben eine schlechte Wundheilung, Narben entstehen sogar nach dem Ausdrücken eines Pickels. Kinder, die leicht Läuse bekommen, sind psorisch. Nicht jeder bekommt Läuse, selbst innerhalb einer Familie bleiben manche davon verschont - Läuse suchen sich einen passenden psorischen Boden aus. 

Ein weiteres psorisches Zeichen ist Durchfall. Ein Paar aß Salat in einem Restaurant, er bekam Durchfall und im Stuhl konnten Salmonellen nachgewiesen werden. Seine Frau, die vom selben Salat aß, wurde nicht krank. Warum sie nicht? Seine Erkrankung bestätigt seine Schwächen in sich oder mit den Umständen. 

Durchfall, Lebensmittelvergiftung, Scharlach, Masern, akute Erkältung, akute Angina, Hitzschlag - alles akute Explosionen der Psora. Allergien der Haut, Neurodermitis, ein nervöser Darm zeigen oft den Zustand unserer Nerven. Das alles sind Erleichterungen für das Körpersystem, die verhindern, dass schlimmere Erkrankungen auftreten, z.B. Herzrhythmusstörungen. Ein nervöses psorisches Kind hat Durchfall - immer wenn es Durchfall hat, ist es ruhiger und entspannt. Behandeln wir den Durchfall mit schulmedizinischen oder naturheilkundlichen Mitteln ohne die Bedeutung dieses Symptoms verstanden zu haben, stören wir die Entwicklung dieses Kindes. Der Durchfall verschwindet, dafür verwandelt sich das Kind zu einem überdrehten, aggressiven Monster. Die Psora hat versucht sich mit dem Durchfall Erleichterung zu verschaffen und mit der Unterdrückung ist die Psora vom Darm in den Kopf gestiegen. Dasselbe passiert auch bei der Unterdrückung von Fieber. 

Gelbsucht bei Neugeborenen und Hepatitis A sind weitere psorische Erkrankungen. Nervöser Magen und Übelkeit bei der kleinsten Aufregung gehören ebenfalls dazu. Der Magen ist übersäuert, Sodbrennen und saures Aufstoßen nach dem Essen sind der Regelfall. 

Migräne zählt auch zur Psora. Es besteht große Empfindlichkeit auf Föhn, Wiese oder Gerüche. Empfindlichkeit und Empfindsamkeit sind Teil der Psora. Die psorischen Kopfschmerzen hängen stark ab von der Luft oder der Stimmung in der Umgebung. Bei Unterdrückung der Kopfschmerzen wird das Symptom in einen anderen Bereich im Körper verschoben. 

Psorische Kinder haben eine Tendenz zu Wurmbefall im Darm. Kreislaufstörungen mit kalten Händen und Füßen sind psorische Symptome. Psorische Menschen haben eine schlechte Körperhaltung, sie können sich nicht lange aufrecht halten oder lange stehen und sinken bald auf einen Stuhl. Durch langes Stehen spannt sich der Rücken an. 

Juckreiz überall. Ganz oft ist mangelhafte Hygiene oder Läusebefall nicht die Ursache für diesen Juckreiz sondern die innere Anspannung. Wenn kratzen befriedigt, ist das ein psorisches Zeichen. Ebenso Bettnässen bei Kindern oder nächtliches Zähneknirschen, beides dient dem Spannungsabbau. 

Absonderungen sind scharf und wundmachend: bei Schnupfen ist die Nase rot, tränende rote Augen, Mundschleimhaut rot. Alle Körperöffnungen sind rot und brennen. Psorische Menschen schwitzen viel und sind dadurch erleichtert. Diese Menschen müssen sehr vorsichtig sein bei Abkühlungen, in Form von Klimaanlagen, kaltem Wasser oder kalten Getränken - der Temperaturschock kann Krankheit auslösen und auch die Unterdrückung von Schweiß. Psorische Menschen fühlen sich durch Absonderungen immer besser und es verschlimmert sich, wenn sie verstopft sind. Daher haben die Ausscheidungen von Darm und regelmäßige Menstruationsblutungen eine besondere Bedeutung.

Psorische Menschen bewegen sich ständig, beschäftigen sich mit mal diesem, mal jenem. Alles bessert sich durch Essen. Sie entleeren ihre Batterien rasch und müssen regelmäßig auftanken. Fasten ist für diese Menschen eine Qual, sogar die Vorstellung davon quält sie. Nahrung ist für sie Beschäftigung und Beruhigung gleichzeitig. Das starke Verlangen nach Süßem soll ein rasches Auftanken sichern, aber zu viel Zucker schadet dem psorischen Menschen. Er kann sogar wie eine Blockade für eine homöopathische Therapie wirken. 

Der Grund für Krankheit liegt im Menschen, nicht im Virus oder im Bakterium. Wenn wir nach Bakterien suchen, sehen wir nur das Produkt einer Krankheit und nicht die Krankheit selbst. In einem Teich in den Tropen sind viele verschiedene Tiere und Pflanzen. In einem Teich in Europa befinden sich ebenfalls unterschiedliche Tiere und Pflanzen, aber die beiden Teiche haben nicht dieselben Bewohner. Es sind beides Teiche - sollten sie nicht dieselben Tiere und Pflanzen haben? Der Teich in Europa und der Teich in den Tropen haben andere Umstände und Voraussetzungen. Auch der Boden für Weizen, Roggen und Mais muss unterschiedliche Grundlagen haben, damit sie wachsen - nicht alles wächst auf demselben Boden. Krankheit kommt nicht von Keimen - sie kommt nur, wenn wir für Keime bereit sind.

Quelle: Die Reise einer Krankheit von Dr. Mohinder Singh Jus