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Das sykotische Miasma Teil 2

Es besteht Neigung zu lymphatischen Erkrankungen wie geschwollene Drüsen im Hals oder Polypen in der Nase oder chronische Sinusitis. Tendenz zu hartnäckigen Erkältungen. Ein Beispiel: Einem Kind wurden sehr früh die Rachenmandeln entfernt, weil sie immer geschwollen waren. Nach der Entfernung bekommt es Asthma. Asthma ist viel schwieriger zu behandeln als die ursprüngliche Krankheit, die ein Zeichen der natürlichen Veranlagung war. Geschwollene Mandeln erzeugen eine Enge, eine Enge, die die Lebenskraft an einer oberen, wenig bedrohlichen Ebene abgelegt hat. Nun wurde diese Möglichkeit genommen und die Lebenskraft muss die Enge an einer Ebene weiter unten ausdrücken, diesmal an einer schon bedrohlichen Stelle, der Lunge. Die Krankheit selbst, die Sykosis, kann durch die Rachenmandeloperation nicht beseitigt werden, sondern diese verursacht nur ihre Verlagerung. Die Sykose bleibt am Menschen kleben - der Mensch wird auch wie Leim, er klebt an seinem starren Weltbild fest, er blockiert.

Es gibt Verengungen, Gallensteine, Drei-Monats-Koliken, Darmverschluss, Nierensteine usw. Ein Nierenstein liegt unbemerkt in der Niere, verursacht keine Schmerzen, behindert die Niere in ihrer Ausscheidungsfunktion, aber niemand bemerkt ihn - er liegt dort unbemerkt, versteckt, im Geheimen und ist plötzlich so groß, dass es ein Nierenversagen gibt. Das Wesen des Sykotikers zeigt sich im Wesen seiner Krankheiten wieder. Im Hintergrund von so viel Enge und Stau war nur ein kleiner Tripper, der im Verborgenen verschwiegen bleibt. 

 

Ein Beispiel: Ein Kind kommt auf die Welt mit einem Herzklappenfehler oder einer Hasenscharte oder drei Nieren oder sechs Fingern. Die Mutter hatte davor drei Fehlgeburten und bevor sie schwanger wurde, hatte sie mehrmals eine Eileiterentzündung. Wann das erste Mal? Seit sie ihren Ehemann kennt und mit ihm Verkehr hatte. Dabei gab er ihr den versteckten Tripper. Er bekam vorher vom Arzt die Bestätigung, der Tripper sei weg, es seien keine Keime mehr im Blut und im Abstrich. Er könne jetzt wieder Verkehr haben. Aber die Frau bestätigt, dass der Tripper noch da ist, er ist nur von den Harnwegen verschwunden und tiefer gegangen. Anders ausgedrückt, übernimmt die Frau nun den Tripper in dem Stadium, in dem er sich beim Partner befindet. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Lebenskraft der Frau geschwächt ist und eine Bereitschaft für das sykotische Miasma hat. 

 

Mit den sykotischen Symptomen zu spielen ist sehr gefährlich. Sie verschwinden an einer Stelle und lassen sich woanders nieder. Der Blutdruck steigt, das Cholesterin ist hoch, obwohl man zwölf Kilo abgenommen hat und seit drei Jahren kaum noch Fett im Essen hat - was soll man hier wegschneiden? Das Blut operieren? 

Warzen, Fußpilz, Nagelpilz - sykotische Erscheinungen, die keinesfalls von aussen als Pilz behandelt werden dürfen, denn dann kann es tiefer gehen. Es kann bis zur Depression oder zum Suizidgedanken gehen. Wenn die Sykose von der Oberfläche weggedrückt wird, geht es gefährlich tief. Dass diese beiden zusammenhängen, zeigen Beispiele in der Praxis: bei einer Behandlung mit dem richtigen homöopathischen Mittel, kommt der Fusspilz eine zeitlang wieder, während die Depression verschwindet.

 

Da, wo medizinische Bücher keine Antwort haben, kann die Homöopathie sie aufgrund der Miasmenlehre geben. Beim plötzlichen Kindstod eines gesunden Säugling, wo das Herz im Schlaf aufhört zu schlagen, entdeckt man oft in der Vorgeschichte z.B. eine Leistenoperation in den ersten Lebenswochen. Auch die Familienkrankengeschichte ist hochsykotisch. 

 

Wird Schuppenflechte unterdrückt, lädt man oft Poliarthritis ein. Weitere sykotische Hauterscheinungen sind braune Hautflecken und Vitiligo. Bei Unterdrückung sind zu erwarten: Krebs, Lupus erythematodes,  Herzklappenbeschwerden, Epilepsie, Schlaganfall. Chronische Hepatitis B oder C gehören auch zur Sykosis ebenso wie immer wiederkehrende Nierenentzündungen. 

Viele Frauen stört der Halux valgus, ein vergrößerter Fußballen. Sie feilen daran herum oder lassen ihn operieren. Eine weitere Gefahr der sykotischen Verlagerung der Krankheit. Auch Schmerzmedikamente können die Krankheit verlagern, bis in lebensbedrohliche Bereiche.

Weitere sykotische Bereiche sind: Angina pectoris, Herzklappenveränderung, Linksherzinsuffizienz, Wochenbettmanie, Gebärmuttersenkung, Hämorrhoiden, Verstopfung, Inkontinenz, Prostatabeschwerden, Zysten, Verwachsungen, Polypen, schmerzhafte Menstruation, wiederholte Scheidenentzündungen, Kinderlosigkeit, schlechte Narben, gelb-grün-eitrige Fisteln. 

Psorische Absonderungen sind meist wässrig, durchsichtig - sykotische Absonderungen sind dick, gelb-grün und stinken nach altem Käse. 

Quelle: Die Reise einer Krankheit von Dr. Mohinder Singh Jus