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Artemisia annua

Bei uns hat sich seit kurzem ein außergewöhnliches Kraut zu unseren mediterranen Kräutern gesellt. Es ist eine hübsche Pflanze mit feinen Blättchen, die recht bitter schmecken, ähnlich dem Wermut. Normalerweise bin ich keine passionierte Kräuterhexe, aber der Einjährige Beifuss hat sich mit seinen herausragenden Qualitäten für meine Zauberküche empfohlen. 

Unter optimalen Bedingungen, einem sonnigen bis halbsonnigen Plätzchen und soviel Wasser, dass die Pflanze nicht austrocknet, aber auch keine nassen Füße bekommt, und genügend Platz zum Ausbreiten seiner Ästchen, steigt er bis zu zwei Meter in die Höhe. Seine größte Wirkkraft erreicht er kurz vor der Blüte - hier sollten die Blätter geerntet und verarbeitet werden. Bis dahin kann man ein bis zwei Blättchen täglich kauen - das ist zwar kurzfristig bitter, aber nur weil es gesund ist, muss es nicht automatisch gut schmecken ;-) Anmerkung: wie immer sei an dieser Stelle erwähnt, dass es sich bei diesem Kraut (wie bei vielen anderen auch) um ein Heilkraut handelt, d.h. es darf nicht gewohnheitsmäßig eingenommen werden. Die Dosis macht das Gift, wie Paracelsus schon bemerkte.  Zwei- bis dreimal wöchentlich eine Tasse Tee trinken oder zwei frische Blättchen kauen reicht zur Immunstimulation vollkommen aus. Kurmäßig kann der Tee oder ein Pflanzenauszug sechs Wochen lang täglich eingenommen werden, danach eine mindestens ebenso lange Pause einlegen. 

Der Name der Pflanze geht auf die griechische Göttin Artemis zurück. Durch ihre Fähigkeit eine Vielzahl an Krankheiten zu lindern und ein Krankheitsaufkommen zu verhindern verleiht sie ein langes und gesundes Leben. Seit über 2000 Jahren wird sie in der TCM, der chinesischen Medizin, als Entwurmungsmittel, als Antiseptikum, als Antibiotikum, als Immunsystemstärkung und zur Heilung von Geschwulsten eingesetzt. In den Blättern der Pflanze konnten bisher über 600 wirksame Inhaltsstoffe nachgewiesen werden, die u.a. äußerst erfolgreich Malaria bekämpfen. Hier sei erwähnt, dass beim Einsatz der ganzen Pflanze weltweit bisher keine Resistenzen aufgetreten sind, weshalb die Anwendung der ganzen Pflanze der Anwendung des isolierten Wirkstoffes Artemisinin vorzuziehen ist. 

 

Die weit verbreiteten Einsatzgebiete von Artemisia annua sind:

virale Infektionen

bakterielle Infektionen

Fieber, Grippe

Malaria

Herpesinfektion

Aphten (schmerzhafte, kleine Geschwüre der Schleimhaut)

Entzündungen

Divertikulitis (Entzündung im Darm)

AIDS

Krebsgeschehen

Parasiten, Würmer, Borellien

Der Chinesische Beifuss zählt zu den Pflanzen mit den höchsten ORAC-Werten (Oxygen Radical Absorbance Capacity, die Fähigkeit Sauerstoffradikale abzufangen). Diese Fähigkeit macht ihn antiviral (Viren abwehrend), antibakteriell (Bakterien tötend), fungizid (Pilz tötend) und antitumoral (gegen Tumore wirksam). In China erhielt der Einjährige Beifuss daher den Namen "Kraut der Hoffnung"

Quelle: Barbara Simonsohn, Artemisia annua

 

Ergänzungen 27.07.2021 aus dem Kongress "Medizin der Erde 4, Wir geben Artemisia annua eine Stimme":

Nachdem ich die Interviews zu dieser Pflanze von Menschen - Ärzten, Entwicklungshelfern, Gärtnern - mit zum Teil unglaublichen Lebensgeschichten gehört habe, bin ich vollkommen begeistert von Artemisia annua. Was ich nicht wusste, war, dass die WHO ein Verbot ausgesprochen hat, Artemisia annua als Nahrungsergänzungsmittel anzubieten, also keine Tees, keine Pflanzenauszüge, keine Pulver oder Kapseln. Soweit ich erfahren habe, gibt es zwei Pharmaunternehmen, die sich den Einzelstoff Artemisinin für ihre Malariamittel exklusiv "gekrallt" haben und diese Mittel teuer nach Afrika verkaufen. Inzwischen wirkt dieser Einzelwirkstoff nicht mehr effizient genug aufgrund von Resistenzen, die häufig bei Extraktionen eines Wirkstoffes auftreten. Im Verbund der ganzen Pflanze wirken neben Artemisinin noch hunderte andere Stoffe und erzeugen damit ein gleich bleibend wirksames Mittel gegen Malaria und viele andere Viruserkrankungen. Der menschliche Organismus erkennt den Pflanzencode und nutzt die komplette Bandbreite für seine Gesundheit. Mit Pflanzen, die jeder selber anbauen und verarbeiten kann, lässt sich nicht viel Geld machen und scheint ein Grund für die WHO, die eng mit Pharmaunternehmen weltweit zusammenarbeitet, zu sein Pflanzen, die der gesamten Menschheit frei zugänglich zur Unterstützung der Gesundheit zur Verfügung stehen sollen, einfach als Lebensmittel zu verbieten (Novelfoodverordnung). 

Es gibt Gärtner und Kräuterexperten, die Artemisia annua anpflanzen und das getrocknete Blattwerk, Blattpulver und Pflanzenauszüge anbieten, wo groß vermerkt "nicht für die innerliche Anwendung" dabei steht (man kann die getrockneten Blätter auch gut als Räucherwerk verwenden :-) oder den Pflanzenextrakt als Einreibung - Artemisia-Salben kommen bei vielerlei Hauterkrankungen und -erscheinungen erfolgreich zum Einsatz). Außerdem hat der eine oder andere die Möglichkeit Artemisia-Pflanzen zu kaufen (oder anzusäen) und daheim für sich selbst zu ziehen.

Es gibt zahlreiche echte Experten zu diesem Thema, viele davon haben auf dem Kongress "Medizin der Erde 4" gesprochen, aber auch in unmittelbarer Nähe lassen sich unverhofft Artemisia-Gärtner finden, die mit Samen, Pflanzen und getrocknetem Blattwerk helfen können. Auch ich habe erst kürzlich entdeckt, dass ich seit einundzwanzig Jahren nur einen Ballwurf entfernt von einem solchen wundervollen Bio-Gärtner lebe ohne zu wissen, welche Schätze er bereit hält.