· 

Familiengeheimnisse

Nach der TCM ist süß der Geschmack des Elementes Erde. Natürlich gehört hier nicht unbedingt Zucker an diese Stelle sondern Getreide oder süß schmeckende Früchte und Gemüse. Erde ist das nährende Element und passt so gut wie immer, egal in welchem Zustand sich unser Organismus gerade befindet. Der süße Geschmack erinnert uns an unsere Kindheit, ja, sogar an unsere Kleinkindzeit. Wenn Kinder nach Süßem verlangen und diesen Hunger mit Süßigkeiten gestillt bekommen, haben wir es verabsäumt ihnen das nährende Erlebnis von Kürbiscemesuppe, Erbsenreis oder Maisbrot mit Linsensauce zuteil werden zu lassen. 

Natürlich darf in Maßen auch ein Kuchen mit auf den Speiseplan. Und was gibt es Heimeligeres als der Duft von frisch gebackenen Mehlspeisen. Jede Familie hat Lieblingsrezepte - und was Kuchen betrifft, so haben wir viele davon. Zwei unserer Favoriten werde ich heute verraten.

Für alle Veganer: grundsätzlich lassen sich Zutaten tierischen Ursprungs leicht austauschen, wie z.B. Butter gegen Kokosöl, Milch gegen Mandelmilch (kann man leicht selber herstellen), Ei gegen Chia-"Ei" (1EL Chiasamen mit etwas Wasser anweichen lassen). Diese Rezepte habe ich bisher immer in der Originalversion gebacken.

 

Marillenkuchen nach meiner Schwiegermutter

4 Eiklar

20dag Kristallzucker (ich verwende Rohrohrzucker)

4 Eidotter

15dag Mehl (ich verwende Weizen Type700)

1/2TL Backpulver

15dag zerlassene, kalte Butter

Marillen, gewaschen, entkernt, geviertelt

 

Diese Menge reicht für eine Backform, die zwei Drittel der Größe eines Backblechs hat. Für ein ganzes Backblech die Masse 1,5fach nehmen.

Das Backrohr auf 200°C vorheizen (Umluft) und die Backform/das Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Eiklar steif schlagen und währenddessen den Zucker einrieseln lassen, bis sich eine glänzende, feste Eiweißmasse gebildet hat. Ab hier wird alles per Hand mit einem Schneebesen eingerührt. Zuerst die Eidotter unter die Zucker-Eiweiß-Masse heben. Danach das Mehl mit dem untergemischten Backpulver unterheben, bis alles gut vermischt ist. Zum Schluss die flüssige, ausgekühlte Butter unterheben und den Teig in die Backform/auf das Backblech streichen. Den Teig dicht mit den geschnittenen Marillen belegen (Schnittfläche nach oben) und ins Backrohr schieben. Ca. 20-30 Minuten backen, je nach Ofentype. Nach 20 Minuten die Stäbchenprobe machen - es darf kein Teig mehr ankleben und die Oberfläche sollte leicht gebräunt sein, nicht dunkelbraun ;-)

Den Marillenkuchen ganz auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird. Der Teig ist sehr fluffig und weich und reißt im warmen Zustand.

 

Chocolate Chip Cookies by Eva

200g geschmolzene, ausgekühlte Butter

250g Zucker

2 Eier

250g Mehl

80g Kakaopulver

1TL Backpulver

200g Schokostückchen (wir verwenden 90%ige Schokolade)

 

Ofen auf 180°C vorheizen (Umluft). Backblech mit Backpapier auslegen, damit die Cookies nicht kleben bleiben.

Butter und Zucker mit dem Schneebesen der Küchenmaschine solange rühren, bis die Masse cremig ist. Dann erst die Eier drunter rühren. Nun Mehl, Kakao und Backpulver vermischen und unter die Zucker-Butter-Ei-Masse rühren, zusammen mit den Schokostückchen (hier nicht mehr den Schneebesen verwenden sondern das Rührelement). Die Masse ist fest und klebrig.

Pro Cookie einen gehäuften Esslöffel voll vom Teig nehmen und mit genug Abstand zueinander auf das Backblech klecksen (pro Backblech ca. 6 Cookies, insgesamt lassen sich ungefähr 16-18 Cookies aus dieser Masse herstellen). Den Esslöffel anschließend anfeuchten und mit der gewölbten Seite die Cookie-Masse flach drücken. Ca. 12 Minuten backen und auf dem Backblech auskühlen lassen. Danach vom Blech nehmen und auf einem Kuchengitter vollständig erkalten lassen.

Die Cookies sind aussen knusprig und innen sehr weich, weshalb sie leicht brechen, wenn sie manövriert werden, bevor sie ganz ausgekühlt sind. Durch die 90%ige Schokolade schmecken die Cookies sehr schokoladig und kaum süß - für wahre Schoko-Profis :-)