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Meine Hausapotheke, Teil 2

Homöopathen arbeiten mit einem Arzneimittelangebot von über zweitausend Mitteln, wodurch die Natur ein breites und tiefes Spektrum für die Heilungsimpulse bereitstellt. Selbst professionell homöopathisch tätige Therapeuten nutzen aus diesem immensen Angebot nur einen Bruchteil im alltäglichen Therapiegeschehen. Trotzdem hält die Natur eine Fülle von Möglichkeiten parat, um auch das außergewöhnlichste Bedürfnis bedienen zu können. 

Für die Anwendung als Laie zeige ich anhand von zehn homöopathischen Arzneimitteln, wie einfach und effizient alltäglichen Anforderungen begegnet werden kann.

 

Die 10 häufigen Mittel in unserem Gesundheitsalltag

  • Apis
  • Arnica
  • Belladonna
  • Camphora
  • Cantharis
  • Euphrasia
  • Ledum
  • Nux vomica
  • Rhus toxicodendron
  • Staphysagria

APIS, die Honigbiene, begegnet nicht nur Bienen(Wespen)stichen sondern auch Ödemen und Schwellungen, mit und ohne Nierenbezug, und Nierenüberlastung (z.B. zu viele Giftstoffe, die nicht abtransportiert werden können). 

Das erste Mittel bei Verletzungen wie Kopf anstoßen, Stürze, Schläge, Quetschungen usw. ist ARNICA. ARNICA, auch Bergwohlverleih genannt, hilft das verletzte bzw. traumatisierte Gewebe zu regenerieren, besonders hinsichtlich der Einblutungen (blaue Flecken, Hämatome, Gerinnsel). Auch starkes Nasenbluten kann in den meisten Fällen mit ARNICA gestoppt oder verkürzt werden.

Bei Anzeichen von heftigen Entzündungen, Fieber, plötzlichen Kopfschmerzen, Schmerzen (heftig, heiß, hochrot) u.ä. kommt häufig BELLADONNA, die Tollkirsche, zum Einsatz. 

Meine Anwendung von CAMPHORA, Kampfer, ist im Artikel Vorbeugen ist besser als heilen beschrieben.

Bei Blasenentzündungen mit brennenden Schmerzen und bei schmerzenden Verbrennungen, mit und ohne Brandblasen, nimmt CANTHARIS, die spanische Fliege, die Entzündung und dadurch die Schmerzen.

EUPHRASIA, der Augentrost, entfaltet seine Kraft bei tränenden Augen, Augenentzündungen im ersten Stadium, Juckreiz der Augen, auch nicht zuordenbare Augenschmerzen, allergischen Augenreizungen. 

Ich setze LEDUM, den Sumpfporst, bei Stich- und Bissverletzungen ein: Zeckenbiss, (rostiger) Nagel, Injektionen (auch verbunden mit Nervenschädigung, Nervenlähmung). Weiters bei Blutergüssen um das Auge, bei Starre und Steife der Muskeln (mit Kältegefühl), bei Tetanusgefahr unmittelbar nach der Verletzung (mehrmals hintereinander). 

NUX VOMICA, die Brechnuss, ist bekannt für seine Heilwirkung nach einem Zuviel von Alkohol, Kaffee, Stress u.ä. Übelkeit, Kopfschmerzen, Magenprobleme, üble Laune in diesem Zusammenhang finden durch NUX VOMICA starke Erleichterung.

Zwei wichtige Aspekte gehören zu RHUS TOXICODENDRON, dem Giftsumach: zum Einen heilen durch den Einsatz von Rhus-tox viele juckende Hautausschläge, auch infolge von Medikamenteneinwirkung, Zum Anderen sprechen Überanstrengungen wie z.B. lange Autofahrten, körperlich schwere Arbeit, Überheben, gut auf dieses Mittel an. 

Mit STAPHYSAGRIA, dem Stephanskraut bzw. Rittersporn, heilen Schnittverletzungen auf rein körperlicher Ebene und seelische Einschnitte und Übergriffe auf emotionaler Ebene.